Bund verbietet Huawei in 5G-Netzen - Regierung stoppt chinesische Firma als Netzanbieter

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Bund verbietet Huawei in 5G-Netzen - Regierung stoppt chinesische Firma als Netzanbieter

Die deutsche Regierung hat einen entscheidenden Schritt in Richtung Sicherheit im Bereich der 5G-Netze getan. Mit einer neuen Vereinbarung hat der Bund die chinesische Firma Huawei als Netzanbieter ausgeschlossen. Dieser Schritt folgt den Beschlüssen anderer westlicher Länder, die ähnliche Maßnahmen ergriffen haben, um die Abhängigkeit von dem chinesischen Unternehmen zu reduzieren. Die deutsche Regierung begründet ihre Entscheidung mit Sicherheitsbedenken, die durch die enge Verbindung von Huawei zum chinesischen Staat hervorgerufen werden. Dieses Verbot hat weitreichende Auswirkungen auf die Entwicklung der 5G-Infrastruktur in Deutschland und könnte ein Signal für andere Länder sein, ähnliche Schritte zu unternehmen.

Bund stoppt Huawei in 5G-Netzen: Regierung verhindert chinesisches Telekommunikationsunternehmen als Netzanbieter

Nicht einmal eine Woche, nachdem die Bundesregierung den Versuch des chinesischen Unternehmens CSIC Longjiang gestoppt hat, die Gasturbinen-Sparte von MAN Energy Solutions zu übernehmen, bremst die Ampelkoalition ein weiteres Mal wirtschaftliche Interessen Chinas in Deutschland.

Diesmal geht es um das Telekommunikationsunternehmen Huawei, dessen Komponenten aus dem 5G-Mobilfunknetz verschwinden sollen. Darauf hat sich die Regierung mit den deutschen Mobilfunknetz-Betreibern Deutsche Telekom, Vodafone und Teléfonica geeinigt.

Ziele der Vereinbarung

Ziele der Vereinbarung

Das Ganze soll in zwei Schritten vollzogen werden. „Im Kernnetz dürfen die kritischen Komponenten spätestens Ende 2026 nicht mehr eingesetzt werden. In den Zugangs- und Transportnetzen müssen die kritischen Managementsysteme spätestens Ende 2029 ersetzt werden“, erklärte Bundesinnenministerin Nancy Faeser am Donnerstag.

Beim Kernnetz geht es um die zentralen 5G-Rechenzentren für die Datenübertragung, bei den Transportnetzen beispielsweise um Funkmasten, in denen die drei Mobilfunkbetreiber bis Ende 2029 Teile von Huawei und dessen chinesischem Wettbewerber ZTE „durch technische Lösungen anderer Hersteller“ ersetzen müssen.