Wo sich kaufen lohnt, anstatt zu mieten

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Wo sich kaufen lohnt, anstatt zu mieten

In Deutschland gibt es immer mehr Menschen, die sich zwischen Kaufen und Mieten entscheiden müssen. Doch wo lohnt es sich tatsächlich, ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen, anstatt diese zu mieten? Laut neuesten Studien gibt es einige Regionen in Deutschland, in denen der Kauf einer Immobilie langfristig gesehen die bessere Wahl ist. In diesem Artikel werden wir die Top-Regionen vorstellen, in denen der Kauf einer Wohnung oder eines Hauses sich gegenüber dem Mieten finanziell lohnt.

Wohnen im Eigentum: NRW wird wieder attraktiver

Wenn man die Attraktivität eines Immobilienkaufs daran misst, wie viel man von seinem verfügbaren Einkommen für die Finanzierung von Haus oder Wohnung einerseits oder für die Miete andererseits ausgeben müsste, dann ist Wohneigentum in Nordrhein-Westfalen wieder deutlich attraktiver geworden.

Dies liegt zum einen daran, dass im vergangenen Jahr die Kaufpreise deutlich zurückgegangen sind, zum anderen sind die Einkommen vieler Menschen gestiegen. Außerdem gab es bei den Bauzinsen einen leichten Trend nach unten.

Die Erkenntnis unter dem Strich: Die Schere zwischen dem Anteil am verfügbaren Einkommen, der für Zins und Tilgung beim Wohnungskauf ausgegeben wurde, und jenem Anteil, den Mieter für ihre Wohnung aufwenden mussten, hat sich deutlich geschlossen.

Kauf statt Miete: Die Schere zwischen Einkommen und Wohnkosten schließt sich

Kauf statt Miete: Die Schere zwischen Einkommen und Wohnkosten schließt sich

Dies geht aus Daten des Wirtschaftsforschungsinstituts HWWI für den jüngsten Wohnatlas der Postbank hervor. Die Datenbasis im Wohnatlas berechnet den Einkommensanteil auf Basis verfügbarer Haushaltseinkommen für eine 70-Quadratmeter-Wohnung.

Die Annahmen: Kredit von 80 Prozent des Preises (inklusive Grunderwerbsteuern und zwei Prozent Notargebühren) zu 3,5 Prozent Zins und 2,5 Prozent Anfangstilgung.

Das heißt am Beispiel von Düsseldorf: Während 2022 in der Landeshauptstadt noch gut 41 Prozent des verfügbaren Einkommens für eine Annuität (darunter versteht man die jährlichen Zahlungen für Zins und Tilgung bei einem Baudarlehen) nötig waren, brauchte es im vergangenen Jahr nur noch 31 Prozent davon.

Das sind „nur“ noch knapp 13 Prozentpunkte mehr als bei jenen, die in Düsseldorf Geld für die Miete ausgeben mussten (18,3 Prozent vom verfügbaren Einkommen). Der Unterschied zwischen Kauf und Miete ist um neun Prozentpunkte geschrumpft.