Die Anwälte der Angeklagten im Messer-Anschlag von Solingen erhalten Bedrohungen
Im Zusammenhang mit dem Messer-Anschlag von Solingen haben die Anwälte der Angeklagten in den letzten Tagen Bedrohungen erhalten. Die Verteidiger der Männer, die wegen des verheerenden Anschlags von 1993 angeklagt sind, berichten von einschüchternden Telefonanrufen und drohenden Schreiben. Die Bedrohungen richten sich nicht nur gegen die Anwälte selbst, sondern auch gegen ihre Familienangehörigen. Die Polizei hat bereits Ermittlungen aufgenommen, um die Verantwortlichen für die Bedrohungen zu ermitteln. Die Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf die angespannte Atmosphäre, die während des Prozesses herrscht.
Bedenkliche Bedrohungen gegen Anwälte des mutmaßlichen Täters nach Solingen-Anschlag in Dresden
Vor einer Rechtsanwaltskanzlei in Dresden haben mehrere Menschen symbolische Gräber mit Holzkreuzen aufgebaut und die Anwälte des mutmaßlichen Solingen-Attentäters bedroht. Die Kanzlei hatte den Syrer in dessen Asylverfahren vertreten, wie die Polizeidirektion Dresden mitteilte.
Staatsschutz ermittelt nachdem die Leute vor der Grundstückseinfahrt der Anwaltskanzlei am Samstag Gräber und Plakate aufgestellt hatten. Auf den Plakaten wird der Kanzlei vorgeworfen, mitverantwortlich für den Tod der drei Menschen bei dem Anschlag in Solingen zu sein.
Identitäre Bewegung bekannt Über ihren Telegram-Kanal bekannte sich die sogenannte Identitäre Bewegung zu der Aktion in Dresden, erklärte die Polizei. Unter den Verdächtigen sei ein 25 Jahre alter Mann aus Chemnitz. Er habe eine Gefährderansprache erhalten, hieß es.
Hintergrund: Solingen-Anschlag
Bei dem mutmaßlich islamistischen Anschlag in Solingen in Nordrhein-Westfalen hatte ein Angreifer vorletzte Woche auf einem Fest drei Menschen mit einem Messer getötet und acht weitere verletzt. Mutmaßlicher Täter ist der 26-jährige Syrer Issa Al H., der in Düsseldorf in Untersuchungshaft sitzt.
Weitere Informationen
Die Polizei ermittelt weiterhin gegen den mutmaßlichen Täter und prüft die Hintergründe des Anschlags. Die Anwaltskanzlei in Dresden, die den Syrer in dessen Asylverfahren vertreten hatte, ist nun Opfer von Bedrohungen und Hass geworden.
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